Welche Lösung unterstützt Stripe, PayPal und Mollie gleichzeitig in der Buchhaltung?
Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2026von Daniel Vöckler
Kurz beantwortet
Du brauchst eine Lösung, die alle drei Anbieter per API anbindet, jedem ein eigenes Geld- bzw. Transitkonto gibt und ihre Besonderheiten abbildet: Stripe-Auszahlungen, PayPal-Fremdwährung und Mollie-Settlements. finHero führt Stripe, PayPal und Mollie in einem Monatsabschluss zusammen und exportiert nach DATEV, BMD NTCS, bexio, Abacus oder Excel, ab 29 € pro Monat netto.
Viele Online-Unternehmen nutzen nicht einen, sondern mehrere Zahlungsanbieter: Stripe für Karten und Abos, PayPal, weil Kunden es erwarten, und Mollie für europäische Zahlarten wie iDEAL oder SEPA. Für die Buchhaltung heißt das drei Datenquellen, drei Exportformate und drei Arten von Auszahlungen. Die gesuchte Lösung muss alle drei gleichzeitig verarbeiten und trotzdem einen sauberen Monatsabschluss liefern. Den Gesamtüberblick zu allen Anbietern gibt der Leitfaden Zahlungsanbieter nach DATEV exportieren.
Warum drei Anbieter mehr als dreifache Arbeit bedeuten
Drei Zahlungsanbieter verursachen mehr als dreifachen Aufwand, weil jeder seine Daten anders strukturiert. Wer sie manuell zusammenführt, muss drei Logiken verstehen und in eine Kontierung übersetzen.
Die wichtigsten Unterschiede:
| Thema | Stripe | PayPal | Mollie |
|---|---|---|---|
| Auszahlung | Payouts auf das Bankkonto | Übertragungen aufs Bankkonto | Settlements mit verrechneten Posten |
| Gebühren | je Transaktion im Saldo | direkt von der Zahlung abgezogen | in den Settlement-Details |
| Fremdwährung | Umrechnung durch Stripe | Teilguthaben in mehreren Währungen | je nach Zahlart |
| Umsatzsteuer-Daten | bei Stripe-Rechnungen vorhanden | keine | keine |
| Belege | Rechnungen aus Stripe Billing | keine Rechnungen | keine Rechnungen |
Dazu kommt der Bankabgleich: Auf dem Kontoauszug stehen nur Sammelbeträge wie „Stripe“, „PayPal“ oder „Mollie Payments B.V.“. Ohne getrennte Konten pro Anbieter lässt sich kaum nachvollziehen, welche Einzelzahlungen in welcher Auszahlung stecken. Das Prinzip dahinter erklärt der Glossareintrag Auszahlung (Payout).
Beispiel: Ein Monat mit Stripe, PayPal und Mollie
Ein Monatsbeispiel zeigt, wie drei Anbieter in einem gemeinsamen Abschluss aussehen.
Ein Onlineshop verkauft im September für 10.000 € brutto (19 % USt):
- Stripe: 6.000 €, Gebühren 120 €, eine Erstattung über 100 €
- PayPal: 2.500 €, Gebühren 90 €
- Mollie: 1.500 €, Gebühren 30 €, Settlement am Monatsende
Jeder Anbieter bekommt ein eigenes Konto. Im Beispiel läuft Stripe über das Geldtransitkonto, PayPal und Mollie über eigene Finanzkonten.
| Anbieter | Vorgang | Betrag | SKR03 Soll | SKR03 Haben | SKR04 Soll | SKR04 Haben |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stripe | Zahlungen | 6.000 € | 1361 | 8400 | 1461 | 4400 |
| Stripe | Erstattung | 100 € | 8400 | 1361 | 4400 | 1461 |
| Stripe | Gebühren | 120 € | 4970 | 1361 | 6855 | 1461 |
| PayPal | Zahlungen | 2.500 € | 1215 | 8400 | 1815 | 4400 |
| PayPal | Gebühren | 90 € | 4970 | 1215 | 6855 | 1815 |
| Mollie | Zahlungen | 1.500 € | 1211 | 8400 | 1811 | 4400 |
| Mollie | Gebühren | 30 € | 4970 | 1211 | 6855 | 1811 |
Die Auszahlungen gleichen die Konten aus: Stripe zahlt 5.780 € aus, Mollie 1.470 €. Bei PayPal bleibt der Saldo von 2.410 € stehen, bis du ihn aufs Bankkonto überträgst. Am Monatsende zeigt jedes Konto genau den Saldo, den der jeweilige Anbieter selbst ausweist. Weicht ein Saldo ab, weißt du sofort, bei welchem Anbieter du suchen musst.
Wie der gemeinsame Stapel technisch aufgebaut ist, beschreibt der Artikel Multi-Provider-Buchungsstapel.
So läuft der Monatsabschluss mit drei Anbietern ab
Ein gemeinsamer Monatsabschluss für Stripe, PayPal und Mollie folgt immer derselben Reihenfolge. Damit findest du Differenzen schnell:
- Export erzeugen, nachdem alle drei Anbieter den Monat abgeschlossen haben, idealerweise einige Tage nach Monatsende.
- Salden je Anbieter prüfen: Stripe-Saldo, PayPal-Endsaldo und offene Mollie-Beträge mit den Konten in der Buchhaltung vergleichen.
- Auszahlungen abgleichen: Jede Bankgutschrift von Stripe, PayPal oder Mollie muss einer Auszahlungsbuchung gegenüberstehen.
- Klärungskonto leeren: Erlöse ohne eindeutige Steuerzuordnung, etwa aus PayPal, ordnet die Kanzlei einmalig zu.
- Belege übergeben: Rechnungen und Gutschriften als PDF gehen zusammen mit dem Buchungsstapel an die Kanzlei.
Wer diesen Ablauf einmal eingerichtet hat, braucht für drei Anbieter kaum mehr Zeit als für einen.
Welche Lösungen gibt es?
Für die gemeinsame Buchhaltung von Stripe, PayPal und Mollie gibt es vier Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob am Ende ein oder drei Exporte stehen.
Manueller CSV-Export je Anbieter
Du lädst drei Berichte herunter, bringst sie in ein gemeinsames Format und buchst sie. Das ist ohne Lizenzkosten möglich, aber jeder Anbieter hat eigene Spalten, Vorzeichen und Datumsformate. Bei mehreren hundert Transaktionen pro Monat wird das zur Tagesaufgabe.
Eigenentwicklung
Ein Skript liest alle drei APIs und schreibt einen gemeinsamen Buchungsstapel. Das ist die flexibelste Lösung, aber du pflegst drei Anbindungen dauerhaft, inklusive Settlements bei Mollie und Fremdwährung bei PayPal.
Getrennte spezialisierte Export-Tools
Für einzelne Anbieter gibt es spezialisierte Export-Tools. Wer für jeden Anbieter ein eigenes Tool nutzt, erhält drei Exporte mit unterschiedlicher Kontierungslogik und drei Rechnungen. Einige spezialisierte Export-Tools unterstützen mehrere Anbieter, prüfe aber, ob alle drei dabei sind.
finHero
finHero unterstützt Stripe, PayPal und Mollie gleichzeitig, dazu Adyen, Paddle, Lemon Squeezy und GoCardless.
- Ein Monatsabschluss: Alle verbundenen Anbieter werden in einem Export zusammengeführt.
- Eigene Konten je Anbieter: Jeder Anbieter bekommt sein eigenes Geld- bzw. Transitkonto.
- Besonderheiten abgebildet: Stripe-Auszahlungen über das Geldtransitkonto, PayPal-Fremdwährung zum EZB-Referenzkurs des Belegdatums, Mollie-Settlements rekonstruiert mit getrennten Gebühren.
- Anbindung: Stripe und Mollie per API-Key, PayPal per Client-ID und Client-Secret, alles nur lesend.
- Zielsysteme: DATEV, BMD NTCS, bexio, Abacus und Excel.
Die Anbindung der einzelnen Anbieter zeigen die Seiten Mollie zu DATEV und PayPal zu DATEV. Für österreichische Kanzleien gibt es den Weg Mollie zu BMD.
Entscheidungshilfe: Kriterien für mehrere Anbieter
Die passende Lösung für mehrere Zahlungsanbieter erkennst du daran, dass am Ende jeder Anbieter-Saldo in der Buchhaltung mit dem echten Saldo übereinstimmt. Diese Kriterien helfen bei der Auswahl:
- Alle genutzten Anbieter werden per API angebunden, nicht nur per CSV
- Jeder Anbieter hat ein eigenes Geld- oder Transitkonto
- Gebühren werden je Anbieter separat gebucht
- Mollie-Settlements werden in Einzelposten aufgelöst
- PayPal-Fremdwährung wird mit dokumentiertem Kurs umgerechnet
- Erlöse ohne USt-Daten landen auf einem definierten Konto oder einem Klärungskonto
- Ein gemeinsamer Export für das Buchhaltungssystem deiner Kanzlei
- Weitere Anbieter lassen sich später ergänzen
- Zugriff auf alle Konten nur lesend
Wann sich eine gemeinsame Lösung besonders lohnt
- Wenn du mehr als zwei Anbieter nutzt.
- Wenn deine Kanzlei Rückfragen zu Sammelauszahlungen stellt.
- Wenn du in mehreren Ländern verkaufst und Fremdwährungen anfallen.
Wann getrennte Wege reichen
- Wenn ein Anbieter nur wenige Zahlungen pro Monat hat und manuell schnell gebucht ist.
Welcher Anbieter in der Buchhaltung wie viel Aufwand macht, vergleicht Stripe vs. PayPal vs. Mollie in der Buchhaltung. Für den Spezialfall mit nur zwei Anbietern lohnt der Artikel PayPal und Stripe gemeinsam buchen.
Hinweis: Die Kontierungen sind typische Beispiele. Kontenzuordnung und steuerliche Behandlung stimmst du mit deiner Steuerkanzlei ab. finHero lässt dich alle Konten frei konfigurieren.
Preis
Der Preis richtet sich nur nach der Zahl der Transaktionen pro Monat, nicht nach Zahlungsanbieter oder Buchhaltungssystem. Alle Preise netto zzgl. USt.
| Transaktionen pro Monat | Preis pro Monat |
|---|---|
| 1–100 | 29 € |
| 101–500 | 49 € |
| 501–1.000 | 79 € |
| 1.001–2.500 | 129 € |
| 2.501–5.000 | 229 € |
| 5.001–7.500 | 359 € |
| ab 7.501 | 499 € |
7 Tage oder erster Export gratis, je nachdem, was zuerst eintritt · keine Kreditkarte nötig · monatlich kündbar
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Häufige Fragen
Brauche ich für jeden Zahlungsanbieter ein eigenes Tool?
Nein, nicht zwingend. Mit getrennten Tools entstehen aber getrennte Exporte mit unterschiedlicher Logik. Eine Lösung für alle Anbieter liefert einen gemeinsamen Monatsabschluss mit einheitlicher Kontierung.
Warum braucht jeder Anbieter ein eigenes Konto?
Damit du jederzeit siehst, welcher Saldo bei welchem Anbieter liegt, und jede Auszahlung eindeutig abgleichen kannst. Ein gemeinsames Konto für alle Anbieter macht Differenzen kaum auffindbar.
Wie werden die drei Anbieter bei finHero verbunden?
Stripe und Mollie per API-Key, PayPal per Client-ID und Client-Secret einer PayPal-App mit „Transaction Search“. Alle Verbindungen sind nur lesend.
Was ist bei Mollie anders als bei Stripe?
Mollie zahlt in Settlements aus, in denen Zahlungen, Erstattungen und Gebühren verrechnet sind. finHero rekonstruiert jedes Settlement und bucht Gebühren getrennt, damit die Auszahlung auf dem Bankkonto aufgeht.
Kann ich später weitere Anbieter wie GoCardless hinzufügen?
Ja. finHero unterstützt beliebig viele Anbieter, darunter Adyen, Paddle, Lemon Squeezy und GoCardless. Jeder bekommt eigene Konten und läuft in denselben Monatsabschluss.
Funktioniert der gemeinsame Export auch für Österreich und die Schweiz?
Ja. Alle Anbieter lassen sich nach DATEV, BMD NTCS, bexio und Abacus exportieren, zusätzlich nach Excel.
Autor
Daniel Vöckler
Gründer der d-automation GmbH
Daniel Vöckler hat finHero aus dem eigenen Buchhaltungsproblem mit Stripe heraus entwickelt: Beim Aufbau von SepaHeld wurden Stripe-Zahlungen jeden Monat von Hand für DATEV aufbereitet. Heute exportiert finHero Zahlungsdaten für mehr als 200 Unternehmen.
Mehr über finHero und das Team · Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2026
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