Glossar: Buchhaltung mit Zahlungsanbietern

Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2026von Daniel Vöckler

Kurz beantwortet

Dieses Glossar erklärt 21 Fachbegriffe, die beim Buchen von Zahlungen aus Stripe, PayPal, Mollie, Adyen, Paddle, Lemon Squeezy und GoCardless vorkommen. Jeder Eintrag enthält eine kurze Definition, ein Rechenbeispiel mit typischer Kontierung und den Bezug zu den Zahlungsanbietern, für DATEV, BMD, bexio und Abacus.

Worum es in diesem Glossar geht

Dieses Glossar erklärt die Begriffe, über die du stolperst, sobald Zahlungen nicht mehr nur per Überweisung eingehen. Wer über Stripe, PayPal, Mollie, Adyen, Paddle, Lemon Squeezy oder GoCardless verkauft, bekommt Geld gebündelt, netto und zeitversetzt. Damit tauchen in der Buchhaltung Begriffe auf, die im klassischen Rechnungsalltag selten vorkommen: Geldtransitkonto, Payout, Chargeback, Merchant of Record, Klärungskonto.

Jeder Eintrag folgt demselben Aufbau. Zuerst kommt eine Definition in zwei Sätzen, die du direkt zitieren kannst. Danach folgen eine Erklärung, ein Rechenbeispiel mit typischer Kontierung in SKR03 und SKR04 (bzw. mit Länderhinweis für Österreich und die Schweiz) und der Bezug zu den einzelnen Zahlungsanbietern. Am Ende steht jeweils kurz, wie finHero das Thema im Export löst.

Die Begriffe gehören zusammen. Ein DATEV-Buchungsstapel enthält Zahlungen, Gebühren und Auszahlungen, die über ein Geldtransitkonto laufen. Wer den Gesamtprozess verstehen will, startet mit dem Leitfaden Online-Zahlungen in der Buchhaltung. Für den Export nach DATEV hilft Zahlungsanbieter nach DATEV exportieren.

Die Kontierungen in den Einträgen sind typische Beispiele. Welche Konten und Steuerschlüssel für dich gelten, stimmst du mit deiner Steuerkanzlei ab.

Alle Begriffe von A bis Z

  • AbaConnect: die Schnittstelle der Schweizer Software Abacus, über die Buchungen als XML-Datei importiert werden.
  • Auszahlung (Payout): die gebündelte Netto-Überweisung des Guthabens beim Zahlungsanbieter auf dein Bankkonto.
  • Belegexport: die Übergabe von Rechnungs-PDFs und Belegliste, damit jede Buchung ihrem Dokument zugeordnet werden kann.
  • Belegfeld 1: das DATEV-Feld für die Rechnungsnummer, über das Zahlungen automatisch mit offenen Posten ausgeglichen werden.
  • BMD NTCS: die in österreichischen Kanzleien verbreitete Buchhaltungssoftware mit eigenem CSV-Buchungsimport.
  • Chargeback: die Rückbuchung einer Kartenzahlung durch die Bank des Kunden, meist mit zusätzlicher Gebühr.
  • DATEV-Buchungsstapel: die CSV-Datei, mit der viele Buchungen eines Zeitraums auf einmal in DATEV importiert werden.
  • DATEV-Format (EXTF): das standardisierte Importformat von DATEV mit Kopfzeile, Spaltenzeile und Datensätzen.
  • EZB-Referenzkurs: der täglich veröffentlichte Euro-Wechselkurs der Europäischen Zentralbank zur nachprüfbaren Umrechnung von Fremdwährungen.
  • Gebührensplitting: die getrennte Buchung von Bruttoumsatz und Gebühr des Zahlungsanbieters statt einer Nettobuchung.
  • Geldtransitkonto: das Zwischenkonto, über das Auszahlungen vom Zahlungsanbieter zur Bank laufen und das danach auf null stehen sollte.
  • GoBD: die Grundsätze der Finanzverwaltung zur ordnungsmäßigen digitalen Buchführung und Aufbewahrung.
  • Klärungskonto: das Zwischenkonto für Buchungen, deren endgültige Zuordnung oder Steuerfall noch offen ist.
  • Kontenrahmen KMU: der Schweizer Standardkontenrahmen für kleine und mittlere Unternehmen, Grundlage für bexio und Abacus.
  • Merchant of Record: ein Anbieter wie Paddle oder Lemon Squeezy, der rechtlich selbst an deine Kunden verkauft und die Umsatzsteuer übernimmt.
  • Monatsabschluss: alle Buchungen und Prüfungen, mit denen ein Monat vollständig, abgestimmt und auswertbar wird.
  • One-Stop-Shop (OSS): das EU-Verfahren zur zentralen Meldung der Umsatzsteuer auf Verkäufe an Privatkunden in anderen EU-Ländern.
  • Passiver Rechnungsabgrenzungsposten (pRAP): der Bilanzposten, der vorausbezahlte Erlöse wie Jahresabos auf die Leistungsmonate verteilt.
  • Reverse Charge: das Verfahren, bei dem der Leistungsempfänger statt des Leistenden die Umsatzsteuer schuldet.
  • Rücklastschrift: eine zurückgegebene SEPA-Lastschrift, durch die der offene Posten beim Kunden wieder auflebt.
  • SKR03 / SKR04: die beiden verbreitetsten DATEV-Standardkontenrahmen in Deutschland mit unterschiedlicher Gliederungslogik.

Autor

Daniel Vöckler

Gründer der d-automation GmbH

Daniel Vöckler hat finHero aus dem eigenen Buchhaltungsproblem mit Stripe heraus entwickelt: Beim Aufbau von SepaHeld wurden Stripe-Zahlungen jeden Monat von Hand für DATEV aufbereitet. Heute exportiert finHero Zahlungsdaten für mehr als 200 Unternehmen.

Mehr über finHero und das Team · Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2026

Bereit für deinen ersten Export?

Verbinde deinen Zahlungsanbieter mit Lesezugriff und erhalte deinen ersten Buchungsstapel – typischerweise in unter 15 Minuten.

Ersten Export kostenlos erstellen

7 Tage oder erster Export gratis · keine Kreditkarte nötig · monatlich kündbar